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Ein später Einstieg macht es schwer

23.01.2012 11:12

 

Aus heutiger Sicht erscheint ein Verpassen des Megatrends Internet in den neunziger Jahren komm vorstellbar. Doch damals stellten sich noch viele Frage rund um die Technik und weitere Entwicklung und Nutzung des Internets. Wer damals, zu den Frühzeiten des Webs den Einstieg ins E-Commerce wagte, der ging ein beinahe unberechenbares Risiko ein.

Erst in der weiteren Entwicklung zeigte sich, dass das Internet mehr kann als E-mails zu versenden und Bibliotheksbestände weltweit miteinander zu vernetzen und zu verwalten. Im Einklang mit immer leistungsstärker werdenden Rechnern, der Entwicklung von Software, die den Nutzern in der Handhabung entgegen kam und kein Fachwissen in Form von Programmiersprachen und anderen, für den Laien kaum verständlichen Dingen abverlangte und darüber hinaus auch für Privatleute erschwinglich wurden, entwickelte sich das Web mehr und mehr zu dem Medium schlecht hin.

Die Zeiten kurz vor dem Milleniumswechsel, waren wohl die idealen sich im Web einen Namen zu machen. Nachdem google das Internet durch deren „Erfindung“, die Möglichkeit einer allumfassenden Suche nach Inhalten, revolutionierte, nutzen unzählige Start-Ups die Gunst der Stunde. Branchenriesen wie ebay, amazon und auch der Toröffner google selber, just in dieser Zeit, durch den Einsatz nur bescheidener finanzieller Mittel, online gegangen, belegen die Richtigkeit des Schrittes des Eintritts ins E-Commerce, durch ihre heutige Vormachtstellung die sogar noch stetig weiter wächst. Schließlich entwächst auch die Generation der digital Natives so langsam den Kinderschuhen und teilweise sogar bereits den Lehrsälen der Universitäten. So dass immer neues Potenzial an Kundschaft, die gerne im Web einkauft und die Vorteile zu schätzen weiß, nach. Wurde der Markt bisher eher von Angeboten die für junge Menschen bestimmt waren beherrscht, lassen sich längst auch, und dies zunehmend, Angebote für die betagtere Kundschaft finden, wofür der E-Shop von Breuninger ein optimales Beispiel diesbezüglich darstellt.

Wer den Markt nicht rechtzeitig geentert hatte, wie beispielsweise die beiden großen deutschen Warenhäuser Karstadt und Kaufhof, der musste in der Folge, als ein Eintritt in den Internet-Markt aus Image- und Konkurrenzgründen unverzichtbar wurde, vergleichsweise kräftig investieren um im Web Fuss zu fassen. 

Bis heute lässt sich bei Betreibern von E-Shops, die eigentlich aus der Welt des Offline-Handels stammen, ein teilweise dilettantischer Umgang mit dem Web feststellen. Es scheinen eben noch nicht alle die Zeichen der Zeit erkannt - Selbst Schuld!