Berlin Fashion Week - Charme statt Glamour! Eine Woche Berlin Fashion Week ist am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen und das Fazit was am Ende unter der modischen Sommer-Woche von Berlin 2012 stehen bleibt ist durchwachsen... Zwar keineswegs ernüchternd, aber eben auch nicht begeisternd. Berlin bleibt in Sache Mode zweit, wenn nicht gar drittrangig. Zumindest was die Präsenz der ganz großen Namen der Szene angeht. Armani, Gucci oder ein Jean Paul Cartier blieben nämlich zu Hause oder verweilten noch einige Tage länger in Paris, wo eine Woche vor Berlin zum großen Schaulaufen auf den Catwalks geladen wurde und wo traditionell alle der ganz großen Modezaren und Fashion-Gurus ihre neuen Kreationen präsentieren.
Besinnen auf das was man hat und nicht versuchen das zu sein was man nicht ist…
Berlin kann da einfach nicht mithalten. Vor allen Dingen nicht in Sachen Glamour und Staraufgebot auf dem roten Teppich, genauso wie auf dem Catwalk. Dafür hat die deutsche Hauptstadt an der Spree aber andere Vorzüge die das Modevolk (wenn auch nicht unbedingt das von vielen gewünschte), dass es dann doch stets zahlreich nach Berlin zieht, zu schätzen weiß und welche auch genau der Grund für ihr Erscheinen ist.
Auf der Berlin Fashion Week darf, kann und soll experimentiert werden dürfen. Und dies gleich in mehrerlei Hinsicht. Einmal natürlich was die neusten Kollektionen und Entwürfe angeht, aber auch was die Art der Präsentation betrifft. In beiden Punkten hat Berlin stets etwas ganz außergewöhnliches zu bieten und schafft es sich abzusetzen von den zahlreichen Fashion Weeks vor und nach der armen aber trotzdem sexiest City ever, Berlin.
Trends von der Straße & bodenständiges kreativ präsentiert - das passt zu Berlin
Wer in Berlin die ganz abgehobene Haute Couture Mode erwartet oder auf Pret-à-Porter-Shows der Designpäpste von Chanel, Prada oder Louis Vuition steht, für den war auch in diesem Jahr die Berlin Fashion Week eine große Enttäuschung.
Wer aber offenherzig, auf der Suche nach neuen Ideen und vor allen Dingen sein Interesse auf Streets und Urban-Styles gelegt hat, der könnte kaum besser aufgehoben sein als in Berlin.
Auch die passenden Locations zu eben jenen jungen, wilden, freshen Styles die in Berlin vorgeführt werden, gibt es so nur in der deutschen Hauptstadt. Alte Fabrikgelände, eine U-Bahn, eine fast schon historische Wäscherei, etc. an all diesen rustikalen, aber durchaus charmanten Orten konnte man in Berlin Mode schauen, feiern und die oft noch eher unbekannteren Designer kennenlernen.
Genau das ist auch die Stärke der Berlin-Fashion-Week, und die Veranstalter sollten zusehen, dass dem auch so bleibt. Es ist genau die richtige Nische die zu Berlin passt. Gegen die seit ewigen Zeiten etablierten Modehauptstädten Paris, Mailand, New York und Rio de Janeiro ist nicht anzukommen oder gleich zu ziehen. Auch wenn man doch so gern wollen würde…
Chancen nutzen und sich absetzten anstatt hinterher zu hecheln!
Die Verantwortlichen sollten von diesen verständlichen Bestrebungen zur Elite gehören zu wollen Abstand nehmen und gar nicht erst versuchen, wie bislang immer, die Bedeutung von Berlin als Modemetropole mit den den oben erwähnten, unbestrittenen Modehauptstädten gleichzusetzen. Vielmehr sollte die Gelegenheit genutzt werden und Berlin auf dem Feld Urban, Street und Young-Creative-Styles zu etablieren und zu dem Hot-Spot für eben jene trendige Mode machen. Auch wenn dies weniger Glamour verspricht; nur darin liegen die Chance Berlins eine wirkliche bedeutende Modemetropole zu werden und dauerhaft zu bleiben.
Seit dem Sommer 2007 findet in der sich zur absoluten europäischen In-Metropole entwickelnden, deutschen Hauptstadt Berlin, zwei Mal im Jahr, Deutschlands größte und angesagteste Fashion Week statt. Jeweils zu Beginn eines jeden neuen Jahres im Januar sowie mit dem dann langsam einsetzenden Sommer in den ersten Juli-Tagen ist es dann wieder soweit. Berlin feiert, wie eigentlich immer, sich selbst und mit der versammelten internationalen
Außerdem ist Berlin international bekannt für seine außergewöhnlichen Lokalitäten wo junge, unverbrauchte Designtalente, aber auch die Etablierten der Branche wie Hugo Boss, Dorothee Schumacher oder der „Berliner-Jung“ (eigentlich aus dem beschaulichen Göttingen stammend) Michael Michalsky, der sich bei seinem „Heimspiel“ ganz dem Thema „Lust“ widmet und wohl wieder für die ein oder andere, kleinere oder größere Überraschung sorgen wird. Mit seiner Stylenite setzte er bereits im Januar einen Höhepunkt der modischen Wochen von Berlin. Natürlich kommt auch die 